Liebe Projektpartner:innen, Kolleg:innen und Interessierte,
es ist soweit - unser erster UMEX-HOPE Newsletter ist da! Ab sofort informieren wir Sie regelmäßig über Fortschritte, Ergebnisse und nächste Schritte im Projekt.
UMEX-HOPE – was war das nochmal?
UMEX-HOPE ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das Städte und Kommunen dabei unterstützt, ganzheitliche Klimaanpassungsstrategien zu entwickeln. Im Fokus steht das Zusammenspiel von städtischem Mikroklima, Ökosystemen und Gesundheit. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Entscheidungsgrundlagen für Planung und Bevölkerungsschutz zu überführen.
News kurz zusammengefasst:
UMEX-HOPE startet in die erste Forschungsphase: Das Messnetz in Hannover wird erweitert, ein erstes Verkehrsmodell ist einsatzbereit und eine neue Messkampagne zum urbanen Mikroklima beginnt im April.
So ist dieser Newsletter aufgebaut:
Projekt-Highlights
Teilprojekt im Fokus
Nächste Schritte
Und los geht’s…
PROJEKT HIGHLIGHTS
Messnetz umweltmeteorologischer Daten wird erweitert
Stephan Weber und sein Team von der TU Braunschweig haben mehrere Sensor-modelle getestet, um das Messnetz in den UMEX-HOPE Untersuchungsräumen gezielt auszubauen. In Kooperation mit Hannovers Internet der Dinge (HIDD) und der Landeshauptstadt Hannover (LHH) wird das meteorologische Monitoring in Hannover systematisch erweitert. Zusätzliche Sensordaten sollen künftig über eine Programmierschnittstelle bereitgestellt werden.
Kai Nagel von der TU Berlin hat gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe eine erste Version des MATSim Transportmodells für die Region Hannover erstellt und anhand von Verkehrsdaten kalibriert. Es ermöglicht künftig die Quantifizierung verkehrs-bedingter Luftschadstoffe sowie Analysen von Bewegungsmustern, beispielsweise von Fußgänger:innen.
Für TP 6 wurde in Kooperation mit der Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig eine Nutzungsvereinbarung über Forschungswohnungen geschlossen. Ab April 2026 startet dort eine langfristige Messkampagne zur Untersuchung von Mikroklima und Luftqualität in Innenräumen. Ergänzend erfolgen mobile Messungen mit dem Messfahrrad im Umfeld der Wohnungen (siehe Bild: Das Messfahrrad zur Untersuchung der Luftqualität im Außenraum. Von links: Studentin Jasmina Stahl (Leibniz Universität Hannover), Stephan Weber (TU Braunschweig), Patrick Hansen (TU Braunschweig), Jonas Schwartze und Rouven Langanke (Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig).
Das Team rund um Stefanie Becker (Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) und Nadja Kabisch (Leibniz Universität Hannover) untersuchen im Teilprojekt 4, wie Landschaftsstrukturen und Gewässer das Mikroklima sowie das Vorkommen von Stechmücken beeinflussen.
Aktuell im Einsatz
In Hannover wurden erste Untersuchungsstandorte ausgewählt – darunter ein See, ein Grünraum mit Wasserstrukturen und ein versiegelter Innenhof. Dort wurden erstmals Stechmücken mit speziellen Fallen erfasst (siehe Bild: Die Mückenfalle lockt Mücken mit Kohlendioxid an, das menschliche Atemluft imitiert, und zieht sie dann mit einem Ventilator in ein Fangnetz).
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse helfen zu verstehen, wie Anpassungsmaßnahmen wie mehr Grün- und Wasserflächen das Stadtklima verbessern können, ohne unbeabsichtigt gesundheitliche Risiken zu erhöhen.
NÄCHSTE SCHRITTE
Vorbereitung der Studie zu gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelt und Klima
Nach Genehmigung des Ethikantrags werden derzeit Datenweiterleitungsverträge mit Rettungsdienststellen abgestimmt. Ziel ist es, mithilfe von Rettungsdienstdaten räumliche und zeitliche Muster gesundheitlicher Belastungen zu analysieren und diese mit Mikroklima und Bevölkerungsmerkmalen in Beziehung zu setzen.
Aufbau des Knowledge Co-Production Space
Die Zusammenstellung relevanter Policy-Dokumente im Mikroklima-Ökosytem-Gesundheitskontext ist abgeschlossen. Die Dokumente werden in einem nächsten Schritt detailliert analysiert. Außerdem planen wir, in den kommenden Monaten, ExpertInneninterviews mit AkteurInnen aus der lokalen Planungspraxis zum Thema durchzuführen.
Fortsetzung der ökologischen Feldstudien
Das in TP4 entwickelte Landschaftsstrukturmodell dient als Grundlage für die Berechnung von Landscape Metrics, welche beide der systematischen Auswahl zukünftiger Untersuchungsgebiete für die Mückenbeprobung dienen. Die Mückenbeprobung wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.